Ein wechselhaftes Klima mit Eis- und Warmzeiten. Die Gletscher formten hügelige Landschaften und Seen. Mammuts stapften durch die Landschaft und später betrat der Mensch die Bühne.
Nachdem der Bohrer in die Tiefe dringt, wird das Bohrloch durch Rohre und eine Zement-Barriere versiegelt. So wird das dahinterliegende Gestein optimal geschützt.
Meist unverfestigtes Material wie Kies, Sand oder Ton. Durch die wiederholte Vergletscherung entstanden große Mengen an Gesteinsschutt.

Warm und feucht war es zu dieser Zeit – fast wie am heutigen Mittelmeer. Mit Flüssen, Seen und subtropischen Wäldern. Ur-Elefanten und frühe Pferdearten bevölkerten die Erde.
Die Alpen hoben sich weiter an, wodurch viele Sedimente in die umliegenden Becken geschwemmt wurden. Diese bildeten viele der heutigen Gesteinsschichten in Bayern.
Obere Süßwassermolasse: feinkörnige Sedimente wie Feinsand, Mergel, Ton und Kalksandstein. Fossilien von Pflanzen, Meerestieren und Süßwasserorganismen lassen sich finden.

Zu dieser Zeit gab es dichte subtropische Wälder, welche teilweise aus Palmen bestanden. Das Meer stieg an und bildete Buchten und Lagunen. Neben Affen und Reptilien gab es sogar Haie bei uns.
Zu dieser Zeit lebte auch der „Gavialosuchus“. Ein urzeitliches Krokodil mit langer Schnauze. Es war perfekt an das Lagunen-Leben angepasst.
Obere Meeresmolasse: größtenteils marine Sedimente wie Sande, Konglomerate und Mergel. Fossilien von Muscheln, Schnecken, Haifischzähnen und Meeressäugern wurden entdeckt.

Die Tauchkreiselpumpe fördert das heiße Wasser aus der Tiefe mit einer Fördermenge von 80 bis 150 l/s, abhängig von Tiefe, Durchlässigkeit der Gesteinsschichten und Pumpentyp. Sie ist über 30 Meter lang, 3 Tonnen schwer und verfügt über eine Leistung von etwa 2.400 PS.

Das Bohrloch verjüngt sich von ca. 66 auf 44 cm. Es wird vom Rollen-Meißel zum PDC-Meißel gewechselt. Die Bohrgeschwindigkeit beträgt ca. 10-25 Meter pro Stunde.
Geothermiebohrungen werden abgelenkt, um mehrere Reservoirbereiche zu erschließen und zudem die Förderstrecke im heißen Gestein zu verlängern. Die Bohrungen sind unterirdisch mindestens 1200 Meter voneinander entfernt, damit sich kaltes und warmes Thermalwasser nicht vermischt.

Ein subtropisches Klima mit trockenen und feuchten Phasen. Durch die Absenkung des Meeres entstand eine Flusslandschaft. Hier lebten z.B. primitive Nashörner und Ur-Pferde.
In dieser Epoche lebten beeindruckende Tiere wie z.B. das riesige Nashorn „Paraceratherium“.
Untere Süßwassermolasse: gemischte Sedimente von Seen und Flüssen. Zudem Strukturen aus Sedimentgeröll und kristallinen Gesteinsbrocken. Charakteristische Sandablagerungen: Chatt-Sande.

Das Bohrloch verjüngt sich von ca. 44 auf 31 cm. Es wird weiterhin ein PDC-Meißel eingesetzt. Die Bohrgeschwindigkeit beträgt ca. 5-25 Meter pro Stunde.

Das Klima kühlte sich ab und in Europa breiteten sich Laubwälder und offene Landschaften aus. Durch die stärkste Hebungsphase der Alpen wurde viel Gesteinsmaterial ins Molassebecken transportiert.
Während des Rupeliums war das Molassebecken im südlichen Bayern von einem flachen Meer bedeckt (Rupelmeer).
Untere Meeresmolasse: Vorrangig feinkörnige Tone/Mergel und Kalksteine. Fossilien von Muscheln, Schnecken und Haifischzähnen lassen sich finden.

Es herrschte ein warmes, tropisches Klima ohne Eiskappen. Die Temperaturen waren viel höher als heute und es gab kaum saisonale Unterschiede. Dichte Regenwälder prägten die Landschaften.
In dieser Zeit kam es zu einem starken Temperaturanstieg von 5-8° C in nur 10.000 – 20.000 Jahren. Das sog. „Paläozän-Eozän-Thermalmaximum“.
Kalksteine, Mergel und Sandsteine prägen die Gesteinsschichten. Oft sind sie reich an Fossilien wie Korallen oder Foraminiferen (Mikroorganismen).

Ein globales Treibhaus – heiß, feucht und voller Leben. Die Dinosaurier regierten zu Land und zu Wasser. Bayern war größtenteils von einem warmen Meer bedeckt.
Nicht weit von hier wurden Fossilien des „Archaeopteryx“ gefunden, der als Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln gilt. Zum Ende der Kreidezeit starben die Dinosaurier jedoch aus.
Vorrangig kalkhaltige Sedimente, die mit Tonen und Mergeln durchzogen sind.

Das Bohrloch verjüngt sich von ca. 31 auf 22 cm. Es wird weiterhin ein PDC-Meißel eingesetzt. Die Bohrgeschwindigkeit beträgt ca. 5-15 Meter pro Stunde.

Warme Schelfmeere mit Lagunen prägten die Landschaft. Die tropischen Temperaturen boten ideale Bedingungen z.B. für Langhals-Dinosaurier.
Hier vor Ort war es fast wie in der Karibik: urzeitliche Meerestiere tummelten sich zwischen Korallenstöcken bei angenehmen 25 bis 30 °C Wassertemperatur.
Vorrangig Kalksedimente, die mit Tonen und Mergeln durchzogen sind.

In dieser Tiefe stößt man auf ausreichende Thermalwassermengen. Mit ca. 130 °C liefern sie uns zuverlässige und nachhaltige Wärme.