Nach dem erfolgreichen Beginn der vorherigen Bohrung sind nun auch die Arbeiten für die 3. Geothermiebohrung Th4 angelaufen. Die Bohrung wird wieder sektionsweise mit kleiner werdenden Durchmessern umgesetzt (von 26" bis 8,5").
Zunächst wird bis in etwa 1.250 Meter Tiefe nahezu senkrecht gebohrt. Anschließend wird die Bohrung gezielt abgelenkt. Mit rund 6.100 Metern erreicht Th4 eine für Geothermiebohrungen beachtliche Länge, auch wenn die vertikale Tiefe weiterhin etwa 3.650 Meter beträgt.
Seit Ende Mai 2025 wird auf der Baustelle durchgehend im 24/7-Betrieb gearbeitet. Ein besonderer Dank gilt dem Team vor Ort, das seither kontinuierlich im Einsatz ist und mit seiner Arbeit wesentlich zum Fortschritt des Projekts beiträgt.
CO₂-freie Geothermie schreibt Geschichte für eine nachhaltige Zukunft zum besten Preis. Wie das funktioniert und welche Rolle das Projekt Laufzorn II dabei spielt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Geothermie-Magazins der Erdwärme Grünwald.
Darin finden Sie verständliche Informationen zu Geothermie, zum aktuellen Projektstand sowie zu den nächsten Schritten in unserer Region. Wir laden Sie herzlich ein, einen Blick in das Magazin zu werfen und sich über die Planungen und Hintergründe zu informieren.
Die zweite Bohrung hat erfolgreich ihre Zieltiefe erreicht – ein weiterer wichtiger Schritt für unser Geothermieprojekt!
Ab sofort beginnen die Pumpversuche.
In den kommenden 2–3 Wochen kann es dabei vereinzelt zu ungefährlichen Geruchsbelästigungen kommen.
Bitte beachten Sie: Aus Sicherheitsgründen ist die Römerstraße während dieser Zeit gesperrt. Eine Umleitung über den Oberhachinger Weg ist eingerichtet.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis!
Eine private Internetseite publiziert erhöhte seismische Aktivitäten im Gebiet von Oberhaching.
Wir haben sofort am heutigen Sonntag den Erdbebendienst eingeschaltet. Dort wird uns bestätigt, dass keinerlei Gefährdung besteht und die festgestellten seismischen Werte unter dem üblichen Grenzwert liegen, der überhaupt vom seismischen Dienst gemessen und berichtet wird. Ob diese sehr geringen, seismischen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Geothermiebohrungen in Laufzorn stehen, steht nicht fest.
Bei dem Bohrarbeiten in Laufzorn gibt es keine Auffälligkeiten. Dennoch überprüfen wir als vorbeugende Vorsichtsmaßnahme die Bohrung vollständig.
Es bestanden und besteht keinerlei Gefährdung.
Wir berichten, sobald wir Neuigkeiten haben.
Die Bohrarbeiten für die Geothermiebohrung Laufzorn Th3 haben begonnen. Die Bohrung wird in mehreren Abschnitten mit abnehmendem Durchmesser durchgeführt (von 26" bis 8,5")
Zunächst wird senkrecht bis in etwa 1.250 Meter Tiefe gebohrt. Anschließend wird die Bohrung gezielt abgelenkt und erreicht eine Endteufe von rund 3.900 Metern (vertikal) bzw. etwa 5.400 Metern Bohrlänge . Zielhorizont ist wie bei allen Bohrungen der wasserdurchlässige Malm-Kalkstein.
Auf dem Weg dorthin werden verschiedene Gesteinsschichten durchteuft, von Lockergesteinen im oberen Bereich bis hin zu dichten Kalk- und Dolomitgesteinen in größerer Tiefe. Die Arbeiten erfolgen unter kontinuierlicher technischer und geologischer Überwachung.
Die erste Bohrung in Laufzorn II war ein voller Erfolg: Man ist wie geplant auf sehr heißes Thermalwasser gestoßen – über 100 Grad warm und mit richtig viel Fördermenge. Nach den Pumpversuchen steht fest, dass die Bohrung liefert, was man sich erhofft hatte. Der Bohrerfolg gilt als wichtiger Schritt für die zukünftige Wärmeversorgung in Grünwald und den Ausbau des Fernwärmenetzes. Nun geht es weiter mit der zweiten Bohrung bis zum Abschluss der insgesamt sechs Bohrungen, welche bis Anfang 2027 fertiggestellt werden.
Die erste Bohrung hat erfolgreich ihre Zieltiefe erreicht – ein wichtiger Schritt für unser Geothermieprojekt!
Ab sofort beginnen die Pumpversuche.
In den kommenden 2–3 Wochen kann es dabei vereinzelt zu ungefährlichen Geruchsbelästigungen kommen.
Bitte beachten Sie: Aus Sicherheitsgründen ist die Römerstraße während dieser Zeit gesperrt. Eine Umleitung über den Oberhachinger Weg ist eingerichtet.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis!
Die erste Tiefbohrung hat den geologischen Zielhorizont, den Malmaquifer, erfolgreich erreicht. Nach 83 Tagen Bohrzeit und über 4.600 Bohrmetern liegt die Endteufe nun bei rund 3.700 Metern vertikaler Tiefe. Der Bohrfortschritt bewegte sich dabei im Durchschnitt zwischen 12,3 und 19,6 Metern pro Stunde.
Für die Bohrung kamen insgesamt sechs Bohrmeißel zum Einsatz, ergänzt durch drei weitere zum Aufbohren der zementierten Sektionsübergänge.
Insgesamt wurden rund 750 m³ Bohrklein zutage gefördert. Bei der Verrohrung wurden knapp 700 Tonnen Stahl/Casings sowie etwa 500 Tonnen Zement eingebracht.
Am Endpunkt erreicht die Bohrung einen Neigungswinkel von etwa 70° in die Horizontale.
In den kommenden zwei bis drei Wochen stehen nun Pumpversuche an, die Aufschluss darüber geben werden, wie viel Thermalwasser mit welcher Temperatur künftig an die Oberfläche gefördert werden kann.
Ab dem 7. Juli haben Sie von 14-15 Uhr die Möglichkeit vor Ort mehr über unser Projekt zu erfahren. Im EWG-Besuchercontainer Laufzorn II bieten wir Ihnen interaktives Informationsmaterial sowie einen exklusiven Blick über den Bohrplatz und die Bohranlage. Gerne beantworten wir dort all Ihre Fragen rund um die Bohrung, die Geologie vor Ort sowie zur Geothermie allgemein.
Melden Sie sich direkt hier auf der Webseite mit dem entsprechenden Formular an und buchen Sie Ihren Wunschtermin.
Die ersten 1.250 Meter der Bohrung Th2 wurden erfolgreich erbohrt. Der Bohrfortschritt liegt innerhalb der Erwartungen, sodass der Zeitplan eingehalten weiter eingehalten werden kann.
Es wurden tertiäre Gesteine aus dem Zeitalter des Miozäns (23 - 17 Millionen Jahre alt) erbohrt. Dabei wechselten sich Sand-, Kalk- und Mergelschichten ab.
Am Ende der Sektion wurde das Bohrloch zunächst geophysikalisch vermessen. Anschließend wurden Stahlrohre mit einem Durchmesser von 20 Zoll (ca. 51 cm) – das sogenannte Casing – eingebracht und der Zwischenraum mit schnell härtendem Zement ausgefüllt. Dies dient der Stabilität des Bohrlochs und um zu verhindern, dass Flüssigkeiten in das umliegende Gestein eintreten.
Ab hier verjüngt sich nun das Bohrloch von einem Durchmesser von 26 Zoll (etwa 66 cm) auf 17 ½ Zoll (rund 44 cm) und wird so teleskopartig weiter in die Tiefe geführt.
Glück auf!


Die Nachfrage in der Region nach nachhaltiger, heimischer Energie ist enorm. Mit dem bestehenden Werk Laufzorn allein kann der wachsende Bedarf langfristig nicht gedeckt werden. Auf dem großen Claim der Erdwärme Grünwald, rund einen Kilometer südlich von Laufzorn entsteht nun die neue Anlage Laufzorn II.
Die Nutzung der
Tiefengeothermie hängt stark von den geologischen Bedingungen ab. Nicht überall
ist es möglich die Wärme des Erdinneren effizient und wirtschaftlich zu nutzen.
Das Grünwalder Bewilligungsfeld
bietet hingegegen beste Voraussetzungen: Es bietet heiße, wasserführende
Schichten, die sich ideal für die Förderung von Thermalwasser eignen.
Erfolgreiche Projekte in der nahen Umgebung bestätigen dieses Potenzial.
Geothermische Anlagen können in der Regel für einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren oder länger betrieben werden. Die genaue Lebensdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der der geologischen Voraussetzungen und der Technik der Anlage.
Nein. Der Wärmeentzug bei der Nutzung von Geothermie ist im globalen Maßstab vernachlässigbar. Der Wärmeentzug erfolgt lokal in den genutzten Gesteinsschichten. Die natürliche Wärmeproduktion der Erde durch geophysikalische Prozesse sorgt dafür, dass sich dass sich das Gestein langfristig wieder erwärmt. So bleibt die Erdwärmequelle langfristig nutzbar.
Nein, das neue Projekt dient ausschließlich der direkten Wärmeerzeugung.
Ja, es gibt die Möglichkeit sich im Besuchercontainer neben dem Bohrplatz über den aktuellen Stand des Projektes zu informieren.
Bei der Planung des Projekts wurden alle relevanten Umweltaspekte berücksichtigt, darunter die Auswirkungen auf das Grundwasser, den Lärm während der Bohrarbeiten, den Schutz lokaler Flora und Fauna sowie die Minimierung von Flächenverbrauch und Bodenversiegelung.
Vor und während den Bohrarbeiten kommt es zu temporären Eingriffen wie Lärm, Bodenversiegelung und Flächenbeanspruchung. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Grundstück jedoch in großen Teilen renaturiert. Langfristig bleibt lediglich ein kleines Gebäude (Heizwerk) bestehen, welches keine Emissionen ausstößt.
Der Schutz des Grundwassers hat oberste Priorität. Das Projekt beinhaltet umfassende Maßnahmen wie die fachgerechte Abdichtungen der Bohrlöcher sowie die regelmäßige Überwachung der Wasserqualität, um sicherzustellen, dass keine Verunreinigungen auftreten.
Um die Lärmemissionen während der Bohrarbeiten zu reduzieren, werden moderne und leise Bohrtechnologien eingesetzt.
Das Projekt Laufzorn II trägt zur langfristigen Reduzierung von CO₂-Emissionen bei und fördert die Nutzung erneuerbarer Energien im Zuge der Wärmewende. Auf diese Weise ist es ein wesentlicher Schritt im globalen Kampf gegen den Klimawandel.
Unter Einhaltung aller naturschutzrechtlichen Schutzmaßnahmen und im sorgsamen Umgang mit der Natur wird der Bohrplatz 2024 sukzessive eingerichtet. 2025 sollen die Bohrungen bis zu einer Tiefe von rund 4.000 Metern erfolgen. Nach Fertigstellung der letzten Bohrung und dem Abbau der Bohranlage kann voraussichtlich 2026 mit dem Bau der Obertageanlage und dem Bau des Heizwerks begonnen werden. Zeitgleich wird rund die Hälfte der Baufläche wieder renaturiert. Ab der Heizperiode 2027/2028 soll die Einspeisung ins Fernwärmenetz erfolgen.
Ein gewisses Maß an Lärm und Verkehr ist während der Bauarbeiten unvermeidlich. Verkehrsrouten für den Lieferverkehr wurden aber so gewählt, um Störungen für Anwohner und die Umgebung so gering wie möglich zu halten.
Das Projekt orientiert sich an strengen Sicherheitsstandards und führt eine umfassende Risikobewertung durch, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu identifizieren.
Alle Mitarbeitenden erhalten Schulungen zu Sicherheitsvorschriften und Notfallmaßnahmen, während regelmäßige Sicherheitsinspektionen und externe Prüfungen die Einhaltung der Standards gewährleisten. Ein detaillierter Notfallplan definiert Vorgehensweisen für verschiedene Szenarien, und Anwohner werden über Sicherheitsmaßnahmen informiert.
Regelmäßige Updates auf unserer Website und Pressemitteilungen bieten die Möglichkeit, sich über den Fortschritt des Projekts zu informieren.
Es besteht auch die Möglichkeit sich im Besucherzentrum vor Ort über das Geothermieprojekt Laufzorn II zu informieren. Dort werden werden während der Bohrphase Führungen angeboten, bei denen Interessierte direkt Fragen stellen und mehr über die Geothermie erfahren können.
Bereits Ende 2017 war das Fernwärmenetz fertig gestellt. Praktisch jede Straße in Grünwald ist seitdem an die Geothermie angeschlossen. Der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes geht planmäßig voran. Mit der Inbetriebnahme der Nordanbindung können nun Kunden im Norden von Grünwald besser angeschlossen werden. Der Kundenstamm der Erdwärme Grünwald wächst kontinuierlich. Inzwischen sind rund 3.500 Wohneinheiten in Grünwald an die CO2-neutrale Erdwärme angeschlossen. So Sie an einem Anschluss interessiert sind, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Die gewonnene geothermische Energie wird in einem zentralen Heizwerk mithilfe von Wärmetauschern auf den Heizungskreislauf übertragen. Die Wärme wird dann über isolierte Rohrleitungen zu den angeschlossenen Gebäuden geleitet, wo sie für Heizung und Warmwasser genutzt wird.
Die Leitung wird in einem isolierten Graben verlegt, der Schutzmaßnahmen gegen Frost und andere Umwelteinflüsse bietet. Zudem gibt es regelmäßige Wartungsarbeiten und Inspektionen, um die Integrität der Leitung sicherzustellen.
Die Anschlusskosten richten sich nach den spezifischen Gegebenheiten des jeweiligen Haushalts. In vielen Fällen gibt es Förderprogramme oder Zuschüsse, die von staatlichen oder kommunalen Stellen angeboten werden. Die Erdwärme Grünwald informiert Interessierte gerne über diese Möglichkeiten.
Mit Inbetriebnahme von Laufzorn II stehen der Erdwärme Grünwald zur Einspeisung von Wärme ins Fernwärmenetz mit Unterhaching und Laufzorn I drei Energiezentralen zur Verfügung, die als Redundanz dienen. Diese Energiezentralen, ausgestattet mit Blockheizkraftwerken (BHKWs), ermöglichen eine Wärmeversorgung, selbst bei technischen Störungen oder Wartungsarbeiten an einer der Anlagen. Durch dieses System wird sichergestellt, dass die Wärmeversorgung für die angeschlossenen Haushalte jederzeit gewährleistet ist.